Sonntag, 12. April 2015

Von der Tarte Tatin zum Focaccia

Der heutige Post steht ganz im Zeichen des Backens. 
Da der geschätzte Herr Ehemann und Vater eine Woche Urlaub hatte, genoss ich das ein oder andere Zeitfenster um mich zu verdingen. Eins kam zum anderen und schon fand ich mich mit dem Tablet auf dem Sofa und schaute eine Folge nach der anderen von "The Great British Bake Off". Quasi ab Minute 2 der dritten Staffel wollte ich nichts anderes mehr machen als backen. So entstanden ein Victoria Sandwich Kuchen und ein Focaccia an diesem Wochenende und noch zahllose Ideen mehr, die ich gedenkte an den nächsten Wochenenden umzusetzen. 

Zunächst aber zum süßen Teil meiner Backexpedition, dem Victoria Sandwich Cake.

 
















Das Schätzeken besteht aus zwei Biskuit-Böden. Den einen Bestreicht man mit Marmelade (die hatte ich letztes Wochenende selber gekocht), dekoriert darauf Sahne, deckelt das Ganze mit dem zweiten Boden, Puderzucker drüber und feddisch! 


















Ganz köstlich ist dieser Kuchen kann ich euch sagen. Und wirklich schnell gezaubert


















Als Fan der ersten Stunde habe ich natürlich auch zwei der Backbücher zur Serie. Einiges darin ist sehr Britisch und trifft nicht so ganz meinen Geschmack - der ein oder andere Pudding zum Beispiel - aber die Zahl der Rezepte, die ich unbedingt mal ausprobieren möchte überwiegt ganz eindeutig. Was ich wirklich mag, ist, dass oft in kleinen Formen (20.5 cm Durchmesser)gebacken wird. Denn ganz ehrlich, "große" Kuchen bekommen mein Mann und ich nicht aufgegessen und so viel wegzuschmeißen, ist doch viel zu Schade. 

Jedenfalls schaute ich also neulich wieder eine Folge GBBO und die Teilnehmer mussten eine Tarte Tatin backen. Mir lief das Wasser im Mund zusammen. Mürbeteig, Äpfel und Karamell - was braucht der Mensch mehr zum Glücklich sein. Ich machte mich also auf ins weite Wasser des Internets und recherchierte das Thema Tarte Tatin. Dabei stieß ich auf die Sendung "Sweat and Easy" von Enie van de Maiklokjes und kam ab vom Pfad des Tatin und lustwandelte stattdessen in italienischen Gefilden, so dass dann heute noch ein ebenfalls furchtbar leckeres Pizza-Focaccia entstand:














Das Rezept ist auch ganz schnell gemacht und Focacci einfach immer wieder lecker! Das könnte mein persönlicher Dauerbrenner für die anstehende Grillsaison werden. Auf die Tarte Tatin bereite ich mich jetzt emotional vor und dann werden nächstes Wochenende Äpfel geraspelt und mit Karamell begossen und gestürzt.

Und damit verabschiede ich mich und empfehle für noch mehr köstliche Inspirationen bei Kerstins Sweat Treat Sunday vorbeizuschauen.

Dienstag, 24. März 2015

Me Made Mittwoch - Vorturnen

Hallo ihr Lieben, 

Ich habe heute die, für mich unglaublich große, Ehre auf dem Me Made Mittwoch Blog vorzuternen. Also, schmeißt euch in eure glitzernsten Turnanzüge, zieht die Stirnbänder elegant über die Haare und schmeißt einen wilden Beat in die Anlage - noch vier, drei zwei, eins....

Wenn ich nicht gerade exklusive Sport-Vermeidungstechniken erprobe (sich auf dem Sofa tot stellen hat da einen großen Erfolg gezeigt) blogge ich auf Annie Wear. Nachdem mein lieber Cousin P. meine gesammelten Verzweiflungen zum Weihnachtskleid Sew Along gelesen hat, schenkte er mir einen Nähkurs. Eine gute Gelegenheit, mal einen Burda-Schnitt zu nähen. Deren Anleitungen sind für mich nämlich absolut nicht zugänglich. Ich entschied mich also für das Kleid 108 aus der Ausgabe 4/2013.

Der Schnitt war mit zwei Punkten gekennzeichnet. so dass ich dachte, falls du in den insgesamt zehn Stunden Kurs nicht fertig wirst, kannst du das auch zu Hause schaffen. Ich habe den Kurs um zwei Sitzungen verlängert - so viel dazu. Aber hier ein erster Eindruck:





Das kleid habe ich aus einem blauen Jersey genäht, den ich in Maastricht auf dem Stoffmarkt günstig geschnappt habe. Um ein bisschen heiße Luft rauszunehmen: Der Schnitt an sich ist wirklich nicht so schrecklich kompliziert, aber die Paspeltaschen sind zu meinem persönlichen Erzfeind geworden. 


Ich habe ganz ehrlich selbst nach dem Nähen die Anleitung nicht verstanden und konnte bis zum Schluss die Schritte, die ich da vollzogen habe nicht denken. Aber Dank der mehr als geduldigen Nählehrerin hatr es dann doch geklappt. 

Eine weitere Problematik und gleichzeitig ein riesen Lernfeld war der Faden. Ich hatte mir im Laden ein "Allesnäher-Garn" andrehen lassen. Und was passierte? Nicht mal die Profimaschine der Schneiderin hat den Faden gesetzt und selbiger ist ständig gerissen. Mit vernünftigem Garn hat es dann aber geklappt. Yay! 

So, nach diesem erfolgreichen Warm-Up freue ich mich jetzt auf die Kleidungsstücke der anderen Kursteilnehmer, ab zum Me-Made-Mittwoch Work-Out!

Freitag, 20. Februar 2015

Man kommt zu nix

Ich habe gefühlt 100 Jahre schon nichts mehr hier geschrieben. Was komisch ist, denn produziert habe ich eigentlich nicht wenig in letzter Zeit, aber a) ist davon noch nichts wirklich fertig und b) fehlt mir die Zeit darüber zu bloggen. Ich erteile mir selber einen Rüffel und gelobe Besserung!

Im letzten Post sprach ich über Karneval. Der ist für mich dieses Jahr ja leider ausgefallen. Ich verdrücke da schnell noch einmal ein Tränchen drüber. So! Genug gejammert! Der Norden Deutschlands bot mir aber eine Art Jecken-Methadon an, als auf der städtischen Homepage vom "größten Sambakarneval Europas" die Rede war. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Es war nett, aber nicht Köln. Aber wenigstens konnte ich dem Minimädchen zumindest Teile des geplanten Kostüms anziehen.


















Das Zauberkind ist, Dank tatkräftiger Häkelunterstützung durch Freundin A., als Yoda gegangen. Als wir dann auch noch auf einen Darth Vader gestoßen sind, war mein Tag gerettet. Der Kleine Junge, dessen Mama ich zu einer gemeinsamen Fotostrecke überredet habe, war aber glaube ich nicht so angetan von meinem Kostümwahnsinn. Aber hey....

Apropos Zaubermädchen. Selbiges wird ganz bald schon ein Jahr alt. Völlig verrückt, wie schnell das geht. Jedenfalls gibt es da Geschenke. Und noch habe ich ein wenig Einfluss auf das, was da in Papier verpackt ins Haus kommt. Den lieben Onkel konnte ich so zu einer Spielzeugtruhe überreden, die ich mehr als entzückend finde. Was meint ihr?














Das niedliche Ding ist ein Mädchentraum (Frima: Rice) und ich wette, es wird heiß geliebt, denn Dinge wo reinräumen und wieder rausholen ist gerade das absolute Lieblingsspiel hier im Hause.
Deko für den ersten Geburtstag ist auch schon angeschafft.














Am Sonntag backt die Muddi und dann kann die Sause steigen. Ein passendes Höschen für den Zwockelzwerg habe ich immerhin fertiggestellt.


















Der Schnitt ist der altbekannte und sehr gemochte Klassiker von Klimperklein.














Über den Stoff hatte ich im letzten Beitrag schon gesprochen. Er ist aus einem ganz liebenswerten Stoffladen aus der Heimat und heißt "Tapferes Schneiderlein". Zuerst dachte ich, er sei ein bisschen zu sehr "Schlafanzug", aber wenn man ein nettes Shirt drunter anzieht, sieht es ganz herzig aus.

Viele Gründe sich zu freuen, also ab zum Freutag und euch ein freudiges Wochenende.

Dienstag, 27. Januar 2015

Von Karneval und Nähkursen

Ich berichtete im letzten Post, dass der großartige Cousin P. mir einen Nähkurs geschenk hat. Den habe ich jetzt zweimal besucht und es ist herrlich. Wir sind nämlich nur zu Dritt und die beiden anderen Mädels fangen gerade bei Null an, das Nähen zu lernen. Für mich heißt das, unglaubliche viele Gelegenheiten zu haben, gewitzte Kniffe vom Profi zu lernen und vor allem ganz viel Zeit zu haben zu nähen. Und Platz. Ich liebe es, meinen Stoff im stehen auf einem Tisch zu bearbeiten und nicht hockend in meiner Küche auf dem Boden. Herrlich! 

Es gibt heute leider keine Bilder von einem fertigen Stück, aber dafür ein Update über eine erfolgreiche Stoffjagt (natürlich mal wieder in Maastricht) sowie über geplante Projekte. Ich weiß nur noch nicht, wann ich das alles umsetzen soll. Gerade ist das Leben nämlich wieder besonders wild. Ich bewerbe mich auf eine Stelle, die ich wirklich gerne hätte, denn als solche ist sie ein Traum für eine arbeitsbegeisterte Mutti. 19,5 Stunden pro Woche und der Arbeitsplatz ist nicht so furchtbar weit weg von zu Hause. So sehr ich mir diese Stelle auch wünsche, gleichzeitig heißt das auch, den Minimenschen in die Betreuung geben zu müssen. Das wollen mein Mutterherz und ich uns noch nicht so richtig vorstellen, weil dann nämlich Tränen fließen. Ich gedenke den Vati die Eingewöhnung in die KiTa machen zu lassen und mich mit einem Schlag mit dem neuen Job abzulenken, so der Plan. Ich berichte, ob und wie es geklappt hat. Zum Glück ist bis dahin aber noch Zeit.

Ich habe gerade unglaubliche viele Schnitte hier liegen, oder Ideen im Kopf, was ich gerne nähen würde. Aber ganz ehrlich, ich finde einfach keine schönen Stoffe, die ich tragen wollen würde. Daher meine Frage: Was sind eure liebsten Bezugsquellen? 
Kinderstoffe findet man ja relativ problemlos. Hier besteht die Schwierigkeit eher darin, Stoffe zu finden, die nicht völlig quietschbunt sind. Wenn ich manche Fotos von, man möchte fast sagen "nähirren" Muddis sehe, dann frage ich mich oft, ob Drogen im Spiel waren. Ist gemein das zu sagen, ich weiß, aber mal ehrlich.... Bunt ist ja schön, aber manche Kinder sehen aus wie direkt aus eine Woody Allan-Interpretation von Alice im Wunderland.
In der Heimat habe ich jedenfalls ein ganz bezauberndes Exemplar von Kinderstoff ergattern können. Aus dem Stöffchen zaubere ich, glaube ich, noch einmal eine frühlingshafte Latzhose für den Krabbler. Ein Jäckchen soll es auch noch geben für den Minimenschen.
Ein Kleid à la Tilly möchte ich auch noch nähen, zusätzlich zu dem, das im Nähkurs entsteht.
Außerdem bastle ich natürlich an Karnevalskostümen für die Familie. Es geht in Richtung Science-Fiction, soviel kann ich schonmal verraten. Ich freue mich schon darauf euch die Ergebnisse zu zeigen. 
Ihr seht, ich habe viel zu tun.


Mittwoch, 21. Januar 2015

Asche, Narrenkappe und Schämmütze auf dem Haupt

Auf meinem Kopf verweilt derzeit ein riesiger Haufen Asche. 
Da war ich so ambintioniert mit dem Weihnachtskleid. Und was war? Nix. Ich habe zwar alle Teile bis Heilig Abend zusammengesetzt gehabt, aber dann fehlte der Saum und ich konnte es doch nicht anziehen. Nächstes Ziel: Sylvester. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Hat alles nicht geklappt. Es war ständig jemand krank, oder wir hatten Besuch oder es gab einen anderen Grund, warum ich nicht zum Nähen gekommen bin.

Nach zwei mehr als berechtigten Ermahnungen durch Frau Kirsche, hat es jetzt aber endlich geklappt und ich nutzen den heutigen Me Made Mittwoch zur finalen Präsentation des ursprünglichen Weihnachtskleides. So! 

Nochmal zu Erinnerung: Es handelte sich um einen Vogueschnitt - V8766.

Der Schnitt an sich war wirklich nicht schwer zu nähen, auch wenn 13 Abnäher irgendwann wirklich lästig werden können. 




















Bei den Schultern hatte ich zwischendurch wirklich Panik, dass sie am Ende viel zu breit werden würden und ich aussehe wie Michel Jackson im Video zu "Thriller". Aber nichts davon. Die Schultern sind hübsch geworden.




















Das Saumumnähen muss ich bei Gelegenheit auch noch perfektionieren. Es lies sich aber weitestgehend alles (wortwörtlich) glattbügeln. Und im Gehen fällt es auch gar nicht so sehr auf, dass das Kleid hinten ein bisschen länger ist als vorne.

Insgesamt bin ich stolz auf mich. Ich habe wirklich viel gelernt bei diesem guten Stück. Trotzdem muss ich feststellen, dass ich mir in der Mode im Stil der 50er Jahre nicht so recht gefalle. Andere Frauen, die Tellerröcke tragen finde ich immer anziehend dominant und so souverän, emanzipiert fraulich und sexy. Ich schätze, da muss ich meinen Stil noch finden, um auch so aufzutreten. Das Handwerk dafür habe ich ja gefunden. 

In diesem Sinne, bis nächste Woche.

P.S. Ich habe übrigens von Cousin P. einen Nähkurs geschenkt bekommen. Ganz großartig! Die Ergebnisse kann ich euch sicherlich demnächst zeigen. 
Bisous ihr Lieben!

Sonntag, 14. Dezember 2014

WKSA #5 - Fast fertig (mit den Nerven)

Ihr Weihnachtsjecken, Grinchverehr_innen und Geschenkejäger_innen, 

es ist fast getan. 
Ich habe geschnitten, korrigiert, nach Hilfe gejammert und von vorne angefangen. Mein erster Weihnachtskleid Sew-Along wird folgenden Aktentitel erhalten: "Aufstehen. Krönchen richten. Weiterlaufen."
Letzte Woche habe ich noch einmal alle Hilfestellungen versucht umzusetzen und das Beste aus meinem Oberteil des Vogueschnitts (V8766) rauszuholen. Es ist auch etwas besser geworden, aber ich glaube, optimal geht anders. Da war ich kurz ein bisschen geknickt, muss ich zugeben. Aber dann dachte ich, Ännie, egal wie das hier ausgeht, du hast richtig was gelernt! Stell dich nicht so an! 

Ich lasse den Schnitt jetzt jedenfalls erst einmal wie er ist. Ich bade einfach in der Hoffnung, dass mein leicht elastischer Stoff die ein oder andere Problemstelle verzeiht.Demnächst würde ich aber gerne noch einmal einen Nähkurs machen und dafür habe ich mir fest vorgenommen, den Schnitt perfekt zu machen. Man darf also gespannt sein. 
Heute werde ich also zuschneiden, denke ich. Damit es wenigstens ein paar Bilder gibt, zeige ich euch Stoff und Zierrat.














 Wie gesagt, der Stoff, der für das Probestück Einsatz fand, ist ziemlich steif und auch mit Leinen oder etwas ähnlichem drin. Vielleicht fällt der Originalstoff dann schöner. Der sieht übrigens so aus (siehe oben... Mir fällt gerade auf, dass man nur schwer erkennt, dass es sich hierbei um ein dunkles Petrol handelt)














und soll mit diesen Knöpfen das Kleid zum Weihnachtszauber werden lassen.


Eins ist sicher, es gibt einen Haufen Preise zu verteilen: Der Preis für eine nicht müde werdende und immer mit richtig gutem Rat zur Seite stehende Abnäher-Künstlerin geht an Fragolinchen. In Sachen Motivation unschlagbar - Frau Kirsche. Mein Dank fürs Abstecken, Kleid auch nähen und ähnliche Probleme haben geht an Freja. Und da sind noch gaaaanz viel mehr, die mich begleitet haben (Beswingtes Fräulen, Mila, oder Anick - um nur einige zu nennen). 
Mit sehnsüchtigen Blicken schaue ich mir jetzt den Fortschritt der anderen beim Sew-Along an. Kommt ihr mit?

Sonntag, 7. Dezember 2014

WKSA #4 oder: Kurz vor Abnäher Nummer 60!

Ihr Lieben, ich hab richtig was geschafft! 

Letztes Wochenende war die Schwiegermutter hier und entpuppte sich als wahrer Segen für mein junges Näherinnenherz. Ich hatte zwei volle Tage in denen Mann, Kind und Oma beschäftigt waren und bei mir Stecknadeln, Schnittmusterteile, Maßband und Stoff wild durch die Näecke flogen. 
Mir war ja das kleine Fehlerchen mit den Sicherheitseinstellungen unterlaufen, so dass ich all eure mehr als hilfreichen Kommentare a) erst sehr spät bemerkt habe und b) noch viel später erst freigeschaltet habe. Noch einmal ein dickes, fettes Entschuldigung an der Stelle. 
Jedenfalls hatte ich Samstagabend Zeit alles zu lesen. Ich kam mir vor, wie in einem Traum von einem Nähkurs. Normalerweise sitzen da 10 Ahnungslose und versuchen permanent als nächstes die Aufmerksamkeit der Kursleiterin zu erhaschen. Hier bei euch helfen zehn Nählererinnen einer ahnungslosen Nähnovizin. Ich liebe es! 
So saß ich also, eingewickelt in Plätzchenteig (ja, gebacken habe ich zwischendrin auch noch), auf der Couch, den Laptop vor mir und auf dem Schoß einen Block und habe alle Hilfestellungen aufgelistet, um sie am Sonntag der Reihe nach umzusetzen.

Jetzt küttet: Als erstes habe ich mal meinen Brustpunkt angepasst. Dieses kleine Fadenkreuz schien mir immer überflüssiger Schnickschnack zu sein, den keiner braucht. Mit Nichten. Denn entgegen meiner Annahme, voll im goldenen Schnitt zu liegen, was meine Körpermaße angeht, scheine ich doch eher eine entfernte Cousine von Grobi aus der Sesamstraße zu sein: Schmale Schultern, dicker Hintern, kurzer Oberkörper...
Wie auch immer. Brustpunkt verschoben, Abnäher (äußerst unorthodox) an die neue Lage angepasst und schwups, das Vorterteil sitzt um Längen besser. Das geschulte Auge erkennt sicherlich noch optimierbare Stellen, aber da ich geifernd um mein Stoff streunere, gilt an dieser Stelle das Motto "Ist mir egal, ich lass' das jetzt so!". 













Naja gut, vielleicht mache ich die Schultern doch noch ein kleines bisschen schmaler.
 
Hinten brauche ich dringend eure Hilfe! Oberhalb der Abnäher beult der Stoff gewaltig. Jetzt habe ich spontan im Schnittmuster gefuscht und zwischen der Spitze des Abnähers und dem Ärmelausschnitt 2 cm herausgeschnitten. Denn das ist ja die Stelle an der es beult. Aber wenn ich es mir recht überlege, dann verkürzt sich dadurch einfach nur das Oberteil und an dem Problem mit dem überschüssigen Stoff ändert sich nichts, oder? Schaut mal.














Also unten, an den Abnähern sitzt es wirklich gut. Wenn ich da in der Weite etwas rausnehmen würde, dann ginge der Reisverschluss nicht mehr zu. Die Schultern hatte ich zwar schon verschmälert, aber da muss noch mehr weg, das sehe ich jetzt auf den Bildern erst so richtig. Ich denke, dass wenn ich in der Weiter oberhalb der Abnäher etwas wegnehme, ist mein Problem gelöst. Ich weiß nur nicht, wie ich das anstelle, ohne alles zu versauen.
Könnt ihr mir ein letztes Mal helfen, denn dann kann ich endlich das RICHTIGE Kleid nähen. 
Übrigens hat der Schnitt 12 Abnäher. Da ich das Ding schon das vierte Mal nähe, habe ich insgesamt schon 48 Abnäher genäht. Der Wahnsinn. 
Zum nervlichen Ausgleich gehe ich jetzt mal die Abnäher an den Weihnachtskleidern der anderen Ladies zählen.